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G607-Prüfung nicht bestanden: Was jetzt zu tun ist

G607-Prüfung nicht bestanden? Was das Mängelprotokoll bedeutet, welche Mängel häufig auftreten und wie die Nachprüfung abläuft.

22. Februar 2026·Mobilgas

Nicht jede Gasanlage besteht die G607-Prüfung im ersten Anlauf. Das ist keine Katastrophe, aber es gibt klare Regeln, was danach passiert. Wer weiß, wie das Verfahren funktioniert, kann schnell und sicher reagieren.

Was passiert direkt nach der Prüfung?

Stellt der DVGW-Sachkundige Mängel fest, wird das Ergebnis als "nicht bestanden" dokumentiert. Sie erhalten kein Prüfzertifikat, sondern ein schriftliches Mängelprotokoll. Darin steht für jeden beanstandeten Punkt: was genau festgestellt wurde, welcher Prüfpunkt betroffen ist und wie schwerwiegend der Mangel eingestuft wird.

Es gibt zwei Mängelklassen: Klasse M bezeichnet einen Mangel, bei dem die Anlage noch kurzfristig betrieben werden kann, eine Reparatur aber zeitnah erfolgen muss. Klasse GM steht für gefährlichen Mangel. In diesem Fall darf die Gasanlage nicht betrieben werden, bis der Defekt behoben ist.

Welche Mängel kommen am häufigsten vor?

Bei der G607-Prüfung tauchen bestimmte Beanstandungen regelmäßig auf:

  • Gasschläuche mit überschrittenem Ablaufdatum (nach DVGW max. 10 Jahre)
  • Druckregler mit Ausgangsdruck außerhalb des erlaubten Bereichs
  • Verstopfte oder fehlende Lüftungsöffnungen durch nachträgliche Einbauten
  • Beschädigte oder korrodierte Kupferleitungen unter Verkleidungen
  • Fehlende Zündsicherung an älteren Kochstellen
  • Falsch montierter oder nicht funktionierender Gasmelder

Die meisten dieser Mängel lassen sich von einer Fachwerkstatt für Wohnmobile beheben. Wichtig: Die Reparatur darf nicht vom Fahrzeugbesitzer selbst durchgeführt werden, wenn es sich um gastragende Teile handelt. Dafür ist ein zugelassener Installationsbetrieb erforderlich.

Was bedeutet das Mängelprotokoll konkret?

Das Protokoll ist ein offizielles Dokument. Es enthält alle beanstandeten Punkte in der Terminologie der G607-Prüfnorm, was es für die beauftragte Werkstatt eindeutig interpretierbar macht. Geben Sie das Protokoll direkt an die Werkstatt weiter. Ein guter Betrieb arbeitet anhand des Protokolls ab und bestätigt die Behebung schriftlich.

Bewahren Sie das Mängelprotokoll zusammen mit dem Reparaturnachweis der Werkstatt auf. Beides wird bei der Nachprüfung benötigt.

Wie läuft die Nachprüfung ab?

Nach der Mängelbeseitigung buchen Sie eine Nachprüfung. Diese kostet 39 Euro zzgl. Anfahrtskosten und umfasst dieselbe vollständige Kontrolle wie die Erstprüfung. Der Sachkundige prüft nicht nur die reparierten Punkte, sondern führt die gesamte Prüfung erneut durch. So ist sichergestellt, dass keine weiteren Mängel übergangen werden.

Den Termin für die Nachprüfung buchen Sie genauso wie die Erstprüfung: online unter mobilgas.de/termin-buchen. Wählen Sie im Buchungsformular die Option "Nachprüfung".

Wie lange darf ich warten?

Das Protokoll enthält keine feste Frist für die Mängelbeseitigung, sofern kein gefährlicher Mangel vorliegt. Allerdings sollten Sie die Reparatur nicht unnötig hinauszögern. Eine nicht betriebsbereite oder unsichere Gasanlage erhöht das Risiko bei jeder Benutzung. Wer die Gasanlage vorübergehend nicht braucht, kann die Reparatur sorgsam planen. Wer auf das Fahrzeug oder die Heizung angewiesen ist, sollte möglichst schnell handeln.

Alle Preisinformationen zur Nachprüfung finden Sie auf der Preisseite.

Fazit

Eine nicht bestandene G607-Prüfung bedeutet: Mängelprotokoll sorgfältig lesen, Werkstatt mit der Reparatur beauftragen, Nachprüfung buchen. Der Ablauf ist klar geregelt und in der Regel innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Das Zertifikat gilt dann wieder zwei volle Jahre ab dem Datum der bestandenen Nachprüfung.

Termin buchen: mobilgas.de/termin-buchen, Fixpreis 59 Euro, Nachprüfung 39 Euro, Anfahrtskosten werden automatisch berechnet.

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